Staatssekretär zu Gast in Borken

______________________________

Am 30.Okt 2007 war die RK-Borken Gastgeber einer Sicherheitspolitischen Vortragsveranstaltung für den Verband der Reservisten e.V., da die Scharnhorst Kaserne in Lingen geschlossen wurde.

Als Referenten konnten wir im Dorfgemeinschaftshaus "hohen" Besuch aus Berlin, Herrn Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Thomas Kossendey - sowie den Kommandeur des Landeskommando Niedersachsen, Herrn Oberst Paul Bacher aus Hannover begrüßen.

Die Veranstaltung war mit über 45 Gästen aus der Kreisgruppe sehr gut besucht. So gar ganz aus Bremen waren Teilnehmer angereist. Zu Beginn wurde der Hauptmann d.R. Roggendorf von den beiden Ehrengästen zum Major d.R. befördert.

Herr Kossendey berichtete in seinem Vortrag über die aktuelle Situation in Afghanistan, sowie über den Personalbestand in der Bundeswehr. Oberst Bacher stellte die Neuordnung des Landeskommando Niedersachen vor.

In der anschließenden offenen Diskussion erzielte man Einigkeit darüber, dass der Feldwebel für Reservisten wieder zurück ins Emsland gehört. Die Herren Kossendey und Bacher versprachen die Angelegenheit mit hoher Priorität zu prüfen und Maßnahmen folgen zu lassen.

Man kann für Borken sowie für die RK sagen, dass so ranghoher Besuch noch nicht in der Geschichte zuvor den Weg nach Borken gefunden hat, und eine Beförderung zum Major hat´s in Borken auch noch nie gegeben.

 
     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Folgender Bericht erschien in der Meppener Tagespost am 02.11.2007:  

-
"Erfolge in Afghanistan"
Staatssekretär Kossendey im Gespräch mit Reservisten


MEPPEN-BORKEN. Als erfolgreich hat Thomas Kossendey, parlamentarischer Staatsekretär im Bundesministerium der Verteidigung, den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr bei einer Diskussion mit emsländischen Reservisten bezeichnet.

Zu einem Vortragsabend mit dem langjährigen Bundestagsabgeordneten hatten der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr und die Gesellschaften für Wehr- und Sicherheitspolitik und für Wehrtechnik in das Dorfgemeinschaftshaus in Meppen-Borken eingeladen. "Aktuelles aus der Hauptstadt" - so lautete das von Kossendey selbst gewählte Thema. Und er hatte sich mit Oberst Paul Bacher, Kommandeur des Landeskommandos Niedersachsen in Hannover, Unterstützung mitgebracht.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Helmut Prusko, Leiter des Arbeitskreises Reserveoffiziere, beförderte Kossendey gemeinsam mit Oberst Bacher den Hauptmann der Reserve, Wilfried Roggendorf, zum Major. In seinem frei und humorvoll gehaltenen Vortrag diente Thomas Kossendey der Rückblick auf seine Fahrt mit einigen Bundestagsabgeordneten nach Afghanistan als Ansatz für ein Loblied des bisher Erreichten und für einen Appell, in den Anstrengungen für das Land nicht nachzulassen.

Nachdem sich die Völkergemeinschaft im Jahre 2001 entschlossen habe, dort einzugreifen, war Deutschland nicht abseits geblieben. Von Anfang an sollte zivile Aufbauhilfe durch militärischen und polizeilichen Schutz abgesichert werden. Mit dem langsamen und systematischen Vorgehen habe man viel erreicht. Deutschland sei in den Norden gegangen, "weil dorthin niemand sonst wollte". Heute sei die Region ein Beispiel für gelungenen Wiederaufbau. "Vier Millionen Flüchtlinge konnten zurückkehren." Während im Jahre 2001 nur eine Million Kinder Schulen besuchten, seien es heute über sieben Millionen.

Die Verbesserung der medizinischen Versorgung sichere wieder 50 Prozent der Bevölkerung einen Zugang. Die Kindersterblichkeit sei zurückgegangen, ein Parlament gewählt worden. Aber trotz vieler Erfolge bleibe noch lange und viel zu tun, trotz befürchteter Verluste. Mit dem neuen Bundeshaushalt könne die Bundeswehr gut leben. Wichtige neue Gesetze wie das Einsatzversorgungsgesetz und das Personalanpassungsgesetz würden diskutiert und zukunftweisende Ausblicke eröffnen.

Nach dem Vortrag von Thomas Kossendey stellte Oberst Bacher mit dem Landeskommando Niedersachsen seine erst kürzlich in Dienst gestellte Dienststelle vor. Man habe damit und mit der Einrichtung von Bezirks- und Kreis-Verbindungskommandos auf die neu geregelte Zivil-Militärische-Zusammenarbeit reagiert. Die Verbindungskommandos bestünden aus Soldaten der Reserve und übernähmen die Aufgaben der früheren Verteidigungs- Bezirks- und Kreiskommandos. Hier warteten selbstständige Aufgaben für Reservisten, und gerade im Emsland fehlten dafür noch einige Reserveoffiziere. An die Vorträge schloss sich eine Diskussionsrunde - an, bei der viele Fragen gestellt wurden, die Reservisten auf den Nägel brannten.