9. Kriegsgräberpflegeeinsatz

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Auch bei diesem Einsatz waren wieder Mitglieder der RK-Borken dabei. unser 1. Vorsitzender Ewald Möller und Ehrenmitglied sowie Organisator Horst Richardt.

 
     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

RESERVISTEN der Kreisgruppe Emsland/Grafschaft Bentheim zusammen mit dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Meppen, Gerhard Gels, Landrat Hermann Bröring, dem stellvertretenden Landesvorsitzenden Hermann Scheffler und Stabsfeldwebel der Reserve Gratzke sowie Bernhard Hagen vom Bürgeramt der Stadt Meppen. Foto: Anna Solbach


Meppen/Nordhorn (sol) Nach ihrem neunten Kriegsgräberpflegeeinsatz im KaIiningrader Oblast in der Russischen Föderation haben die emsländischen Reservisten von Landrat Hermann Bröring Ehrenurkunden des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge überreicht bekommen.

Durch ihren Einsatz verinnerlichten sie, sagte Bröring in einer Feierstunde im THW- Heim, die Botschaft der Gräber und gäben diese an ihre Mitmenschen weiter. "Es ist für mich auch gelebter Geschichtsunterricht, den sie auf diese Art und Weise gestalten", führte der Landrat als Kreisvorsitzender des Volksbundes fort. Mit dem ehrenamtlichen Engagement für Erhalt und Pflege der Kriegsgräber forderten die Reservisten dazu auf, die Vergangenheit aufzuarbeiten und sich für den Frieden einzusetzen. Neun Einsätze, 17 fertig gestellte Soldatenfriedhöfe aus dem 1. Weltkrieg, 621 deutschen Soldaten und 754 russischen Soldaten die Ehre und die verdiente Anerkennung erwiesen für den Landrat ist es eine erfolgreiche Bilanz. "Sie sind Helfer des Friedens" , sagte er.

An der Ehrung nahmen neben den Reservisten der Kommandoführer Karl-Ludwig

Bode sowie sein Stellvertreter Horst Richard teil. Bode begrüßte im THW-Heim auch den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Meppen und Geschäftsführer des Volksbundes, Gerhard Gels, sowie Bernhard Hagen vom Bürgeramt.

"Die Grabfelder sind zum Teil überbaut oder verwildert und damit schwer auffindbar, einige Gräber geplündert" , schilderte Bröring den Zu- stand der Friedhöfe, die die Reservisten bei ihren Einsät-

Grabfelder zum Teil verwildert

zen im Gebiet KaIiningrad angetroffen haben. Noch heute, über 50 Jahre nach Kriegsende, gebe es über eine Million ungeklärte Schicksale von deutschen Soldaten. "Das Interesse der Kinder- und Enkelgeneration nach dem Verbleib ihrer Verwandten ist ungebrochen", berief sich Bröring auf ein Interview des ZDF-Fernsehjournalisten Guido Knopp. Da sei es hilfreich gewesen, dass mit der Öffnung des Ostens Kriegsschauplätze in der ehemaligen Sowjetunion zugänglich geworden seien.

Bei dem Treffen im THW- Heim verteilte Richardt Be-

richte über den neunten Kriegsgräbereinsatz aus dem Ernsland, der in der "Kaliningrader und Tschernjachowsker Zeitung!" erschienen ist. "Man sagt, solange der letzte gefallene Soldat nicht begraben ist, wird der Krieg fortgesetzt, solange die heiligen Grabstätten geschändet werden, ziehen Frieden und Se- gen nicht in unsere Herzen ein", schrieb darin die russische Journalistin Marina Deneschkina und zeigte damit, dass der ehrenamtliche Einsatz deutscher Reservisten grüße Anerkennung auch in der russischen Bevölkerung findet.