Borkener Paradies

(historische Hudelandschaft in der Emsaue)

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Eines der wertvollsten Naturschutzgebiete der Region liegt drei Kilometer westlich des Ortskernes Borken: das „Borkener Paradies“. Ein alter Emsarm umgibt eine historische Hudeweide, die für die ursprüngliche Landschaft Nordwestdeutschlands charakteristisch ist. In früherer Zeit konnte jedes Mitglied der Markengemeinde eine bestimmte Anzahl Vieh auf diesem rund 30 Hektar großen "Allmendegebiet" weiden lassen. Heute wechseln feuchte und trockene Weideflächen mit knorrigen Einzelbäumen ab mit Schlehdorngebüschen und Eichenwäldchen.

Bis 1985 wurde das Gebiet anteilig von den Weideberechtigten der Markengemeinde Borken beweidet. Die Weidefläche reichte für 10 Großvieheinheiten, das entspricht etwa 16 jungen Rindern (bis zwei Jahre alt). Zur Zeit wird eine Mischbeweidung mit Rindern und Pferden durchgeführt, die der überlieferten Beweidung entspricht. Neben der extensiven Beweidung, die zur Pflege des NSG erforderlich ist, wird das Gebiet als traditionelles Erholungsgebiet durch die Meppener Bevölkerung genutzt.

1985 erwarb das Land Niedersachsen den ganz überwiegenden Teil des Naturschutzgebietes von der Markengemeinde Borken. Eine kleine Teilfläche (ca. 1 ha) im Nordosten entlang der Ems ist noch im Privatbesitz. Das Naturschutzgebiet wird von der Staatlichen Moorverwaltung Weser-Ems in Meppen betreut.